Wer eine Webseite betreibt, hat sicher Interesse daran zu erfahren, wie oft seine Seite aufgerufen und angesehen wird. Mit Hilfe des Analysewerkzeugs Google Analytics kann man den Datenverkehr auf seiner Seite gut analysieren. Nachteil dieser Methode ist alllerdings, dass Google gleichzeitig mitanalysiert und die Daten auf ihren Servern in den USA speichert. Mehr noch: Ist jemand gerade bei Google angemeldet, zum Beispiel bei Google Mail, kann Google einen Besucher sogar individuell zuordnen.

Da wäre doch ein Programm viel schöner, bei dem meine Daten bei mir blieben und auch keiner mitlesen kann, wer sich für meine Webseite interessiert. Zum Glück gibt es so ein Programm, es heißt Matomo (davor hieß es Piwik). Auf der Seite matomo.org kann man sich über den kompletten Funktionsumfang von Matomo informieren. Dort befindet sich auch ein Downloadlink (https://builds.matomo.org/piwik.zip) für die Installationsdatei, den ich mir mit der rechten Maustaste in die Zwischenablage kopiere.

Als nächsten Schritt wechsele ich zu meinem Webserver (unter Ubuntu 16.04) in das document-root-Verzeichnis /var/www/html. Hier lade ich mit

sudo wget https://builds.matomo.org/piwik.zip

das Zip-Archiv herunter, dessen Link ich vorhin in die Zwischenablage kopiert habe. Mit

sudo unzip piwik.zip

entpacke ich die Datei. Dadurch ist ein neues Verzeichnis “piwik” entstanden. (Die Datei piwik.zip kann gelöscht werden.) Die Rechte für das Verzeichnis piwik müssen beim Apache-User www-data liegen, sodass ich die Rechte entsprechend anpasse:

sudo chown -R www-data:www-data /var/www/html/piwik

Mit

mysql -u root -p

rufe ich als nächstes MySQL auf und gebe mein MySQL-Passwort ein. Mit dem Befehl

mysql> create database meine_matomo_datenbank;

lege ich eine neue Datenbank an und

mysql> show databases;

zeigt mir, dass die Datenbank auch tatsächlich angelegt wurde. Mit “quit” verlasse ich MySQL wieder.

Ich wechsele in den Browser und gebe folgende URL ein:

mydomain.de/piwik

Nun startet die Installation von Matomo. Es beginnt mit einer Systemüberprüfung, anschließend muss man die Datenbank einrichten, und ich trage als Datenbanknamen meine_matomo_datenbank ein, also den Namen, den ich oben vergeben habe. Der Datenbank-Server ist 127.0.0.1, und die Voreinstellungen unter Tabellen-Prefix und Adapter übernehme ich unverändert. Es wird noch der Hauptuser eingerichtet, und die zu beobachtende Webseite wird bestimmt.

Tracking-Code einbauen

Im nächsten Schritt erzeugt Piwik einen Tracking-Code, der in Typo3 eingebaut werden muss. Ich kopiere mir den JavaScript-Tracking-Code in die Zwischenablage und wechsele in mein Typo3-Backend. Dort öffne ich das Setup meines Root-Templates und gebe folgendes Typoscript ein:

page.999 = TEXT
page.999.value (

MATOMO TRACKING-CODE

)

Wolfgang Wagner von JWeiland empfiehlt in einem Video folgende Möglichkeit:

page.footerData.75637 = TEXT
page.footerData.75637.value (

MATOMO TRACKING-CODE

)

Ich wechsele wieder zur Matomo-Installation, klicke auf “nächste” und werde von Matomo beglückwünscht, Matomo installiert zu haben.

Unter

mydomain.de/piwik

kann ich auf Matomo zugreifen.

Damit Matomo die Standorte ermitteln kann, gehe ich zu Administration > System > Geolocation. Dort finde ich unter dem Absatz GeoIP (PHP) einen Anleitungslink, gemäß dem ich die Standorterkennung aktiviere und hoffentlich in einigen Tagen die Besucherströme analysieren kann.